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Sophie's Cave

Natural work of art - one of the most beautiful active flowstone caves in Germany

Just about a 10-minute walk away from Rabenstein Castle you enter an underground palace. Over thousands of years a fairy-tale landscape has developed here, with stalagmites such as the giant "Millionaire" or flowstone draperies up to five meters long.

The colors of the dripstone formations include ocher, red and brown tones and are illuminated to a magical effect. Experience this beautiful and natural wonder as it grows - microscopically yet steadily.

 

Sophie at night

If you like, you can find a quiet moment by exploring the three imposing rooms of the cavern on your own, aside from a group tour, and at your own pace. An overwhelming light show directs our gaze to the various high points of the cavern, and wonderful music fills the sparkling rooms. Then, let those sensations settle in with a session by the campfire at the entrance to the cavern.

Öffnungszeiten & Preise

Höhlenführungen finden seit dem 30. Mai wieder statt.
Derzeit Kleingruppenaufpreis Erw. 2,00 € | Kind 1,00 €

Höhlenführungen (27. März - 8. November 2020)
Di - So & Feiertage 10:30 - 17:00 Uhr durchgehend
Erw. 5,00 € | Kind (4-14 J.) 3,00 €

Höhlenführungen  (9. November 2020 - 26. März 2021)
Nur für Gruppen nach Anmeldung

Hinweis
Bitte beachten Sie, dass Hunde in der Höhle nicht gestattet sind.

Sophie at night (Mai - September)
Sa 18:00 -  20:00 Uhr
Erw. 8,50 € | Kind (4-14 J.) 5,00 €
Sophie at night findet bis auf Weiteres nicht statt.

Sophie at night (Oktober - April)
Nur für Gruppen nach Anmeldung

Reservierungen und Informationen unter: 09202 / 97 00 44-0

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Video: Die Sophienhöhle

Geschichte & Besonderheiten

Höhlenbären in der Sophienhöhle1

Die Sophienhöhle, im Brockhaus von 1880 auch Höhlenkönigin genannt, beherbergte große Höhlenbären-Horste. Mit dem nun ausgestellten weltweit einzigartigen Höhlenbärenskelett gewinnt sie europaweite Bedeutung.
Das Besondere an dem Skelett sind die kleinen Knochen und Knöchelchen, die weitgehend vollständig zusammengesetzt wurden. So findet man nicht nur sämtliche Knochen der einzelnen vier Tatzen, sondern auch die neun Knöchelchen des Zungenbeins. Seit dem 8.8.2011 wird dieses Höhlenbärenskelett allen Gästen gut sichtbar präsentiert.

Die Sophienhöhle, nahe Burg Rabenstein im Ailsbachtal, ist seit dem 8.8.2011 um eine Attraktion reicher: Benno, der alte Höhlenbär ist zurück. Stand früher ein Skelett aus Höhlenbärenknochen, mühsam zusammengegipst mit den Füßen im Wasser der heute noch aktiven Tropfsteinhöhle im Naturparadies Burg Rabenstein, so liegt Benno jetzt in Schlafstellung im Sand der Höhle – geschützt in einer mächtigen Vitrine.
In liebevoller Handarbeit wurde von vielen fleißigen Helfern unter Leitung des international anerkannten Paläontologen Dr. Cajus Diedrich der lose Sand in der Bärenhöhle, einem höher gelegenen Teil der Sophienhöhle, in die Vorhöhle getragen und dort durchgesiebt.
Zum Vorschein kamen viele hundert Knochen, die uns helfen, das Leben dieser Höhlenbären zu rekonstruieren. Fast als Nebenprodukt wurde das ehemalige Bärenskelett gesäubert und ergänzt. So entstand eines der weltweit vollständigsten Höhlenbärenskelette! Es enthält neben den großen Knochen, wie zum Beispiel Schädel, Schulter und Becken, auch jeden einzelnen Knochen der vier Tatzen und sogar  den vollständigen Zungenbeinapparat, der beim Bären aus neun einzelnen Knochen besteht!
Höhlenbären waren trotz ihrer Größe Pflanzenfresser und kamen vor ca. 120.000 Jahre in unsere Gegend. In den Bärengängen der Sophienhöhle haben sie Winterruhe gehalten, ihre Jungen zur Welt gebracht und aufgezogen. Die frühen Höhlenbärenarten waren etwas größer als der heutige Braunbär. Spätere Höhlenbären erreichten sogar eine Schulterhöhe von 1,70 m. Auf dem Höhepunkt der letzten Eiszeit, vor ca. 25.000 Jahren starben sie aus.
Das Höhlenbärenskelett ist für alle Gäste im Rahmen der Führungen durch die Sophienhöhle zugänglich. Nähere Informationen zu den Führungen finden Sie unter der Rubrik „Öffnungszeiten“.

Gerne bieten wir Ihnen auch Sonderführungen oder wissenschaftliche Vorträge über die Geschichte der fränkischen Höhlen und deren Tierbewohner in früheren Zeiten.
Informationen hierzu unter Tel. 09202/9700440

Geschichte der Sophienhöhle1

1490 Erste urkundliche Erwähnung
1788 Entdeckung der Klaussteinhöhle
1833 Entdeckung der Sophienhöhle bei Grabungsarbeiten durch den Schönbornschen Schloßgärtner Michael Koch
1834 Ausbau als Schauhöhle

Die Sophienhöhle befindet sich am nordwestlichen Talrand des Ailsbachtals, unweit der Burg Rabenstein. Man erreicht sie am leichtesten in 15 min Fußweg vom Parkplatz der Burg Rabenstein aus oder durch einen Anstieg von 35 Höhenmetern von der Talsohle aus. Hier befindet sich ebenfalls ein Parkplatz. Beide Wege sind gut beschildert.

Die Vorhalle der Sophienhöhle bildet ein spektakuläres Portal, das schon sehr lange bekannt war. Sie wurde wohl schon in der Jungsteinzeit und wieder in der Bronzezeit als Unterschlupf benutzt. Außerdem wurde sie lange Zeit von Höhlenbären bewohnt. Der Charakter der Höhle ist typisch für Höhlen im fränkischen Dolomit. Große Hallen werden durch kleine, unregelmäßige Gänge verbunden.

Die ersten beiden großen Hallen des Höhlensystems, die jahrtausendelang zugänglich waren, wurden im Laufe der Zeit durch Ablagerungen teilweise verfüllt. Diese meterdicken Schichten enthielten unter anderem Höhlenbärenknochen, Fledermauskot, menschliche Überbleibsel aus Steinzeit und Bronzezeit sowie Frostbruch von der Höhlendecke und Sinterablagerungen. Durch dieses Material wurden die niedrigen Verbindungen der Hallen vollständig verschlossen, so daß diese Hallen seit langem vergessen waren.

Die erste urkundliche Erwähnung 1490 erfolgte anlässlich des Abbaus der phosphathaltigen Höhlensedimente durch den Bamberger Hans Breu. Er versuchte, daraus Salpeter für die Herstellung von Schwarzpulver zu gewinnen. Damals wurde das große Portal Ahornloch genannt, allerdings nicht nach dem gleichnamigen Baum, sondern nach dem Geschlecht derer von und zu Ahorn, den ersten bekannten Herrschern des Ahorntales. Sie hatten ihren Sitz direkt über der Höhle. Die heutige Klaussteinkapelle, direkt über der Höhle, war ihre ursprüngliche Burg. Sie wurde zu klein und deshalb wurde Burg Rabenstein errichtet. Aufgrund eines Wunders riss man die alte Burg jedoch nicht ab, sondern baute sie in eine Kapelle um, die nach ihrem Patron, dem Hl. Nikolaus, Klaussteinkapelle genannt wurde.

1788 wurde bei Grabungen im Ahornloch eine Halle dahinter wiederentdeckt und Klaussteinhöhle genannt. Nach der Entdeckung fanden dort große Grabungen auf der Suche nach Kostbarkeiten statt. Dabei wurden allerdings archäologische Funde nicht beachtet. Abraum wurde in einen Schacht der Klaussteinhöhle geworfen, der so verfüllt wurde. Die dadurch abgetrennten Räume werden heute Höschhöhle genannt.

Ein halbes Jahrhundert später, im Jahr 1833, ließ der damalige Besitzer von Burg Rabenstein und Höhle, Graf Erwein von Schönborn zu Wiesentheit, durch seinen Schlossgärtner Michael Koch Verschönerungsarbeiten durchführen. Warum dieser dabei mit einem Gehilfen in der Klaussteinhöhle grub, lässt sich nicht mehr ermitteln. Als er einen Zug kalter Luft wahrnahm, interpretierte er dies richtig und entdeckte weitere Hallen, die zu Ehren der Gräfin Sophie von Schönborn, der Schwiegertochter des Schlossbesitzers Sophienhöhle genannt wurden. Der Besitzer verschloss diesen Teil unverzüglich, um Zerstörungen wie nach der Entdeckung der Klaussteinhöhle zu verhindern. Allerdings ließ er diesen Teil der Höhle auch mit Wegen ausbauen, so dass er sie Gästen zeigen konnte. Damit kann dieser Zeitpunkt als Beginn des Schauhöhlenbetriebs bezeichnet werden.

Erst in den siebziger Jahren des letzten Jahrhunderts wurde schließlich die Verbindung Klaussteinhöhle-Höschhöhle entdeckt. Damit besteht der gesamte Komplex aus insgesamt vier Höhlen:

  1. Ahornloch
  2. Klaussteinhöhle
  3. Sophienhöhle
  4. Höschhöhle

Diese vier Höhlen bilden ein einziges großes Höhlensystem. Sie werden entweder als Klaussteinhöhlen-Komplex oder ganz einfach als Sophienhöhle bezeichnet.